Basset Hound: Der gemütliche Dickkopf im Rasseporträt
Kurze Beine, lange Ohren, treuherzig dreinschauende Augen – und ein Charakter, der es in sich hat. Der Basset Hound sieht aus, als könnte er keiner Fliege etwas zuleide tun. Und das stimmt meistens auch. Aber unterschätzen sollte man ihn trotzdem nicht.
In diesem Ratgeber erfährst du alles über den Basset Hound: von seinem Wesen über die richtige Ernährung bis hin zu Gesundheit und Pflege. Egal, ob du gerade überlegst, dir einen Basset anzuschaffen, oder schon einen zu Hause hast.
Inhaltsverzeichnis
Basset Hound Steckbrief: Die wichtigsten Fakten
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Herkunft |
Frankreich / Großbritannien |
| FCI-Gruppe |
6 – Laufhunde, Schweißhunde |
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Größe |
33–38 cm Schulterhöhe |
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Gewicht |
18–36 kg |
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Fell |
Kurz, glatt, dicht – kein Unterfell |
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Fellfarben |
Dreifarbig (schwarz-braun-weiß) oder zweifarbig (rot-weiß) |
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Lebenserwartung |
10–13 Jahre |
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Charakter |
Freundlich, eigensinnig, gesellig, gemütlich |
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Haltung |
Für geduldige Hundehalter mit Konsequenz |
Woher kommt der Basset Hound? Von der Jagdmeute ins Wohnzimmer
Der Name sagt schon viel: „Basset“ kommt vom französischen Wort „bas“ – niedrig. Und genau das beschreibt den Basset Hound ziemlich treffend. Ursprünglich wurde er im mittelalterlichen Frankreich von Mönchen für die Jagd im dichten Unterholz gezüchtet. Seine kurzen Beine waren dabei kein Nachteil, sondern Absicht: So kam er näher an den Boden und konnte Fährten besser verfolgen.
Im 19. Jahrhundert gelangte der Basset nach England und wurde dort mit Beagles und Bloodhounds gekreuzt. Daraus entstand das Erscheinungsbild, das wir heute kennen. 1880 erkannte der Britische Kennel Club die Rasse offiziell an. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Bestand in Europa stark dezimiert. Erst in den 1950er-Jahren erholte sich die Zucht wieder.
In Deutschland erblickte der erste offizielle Basset-Wurf 1957 das Licht der Welt. In den 70er-Jahren wurde die Rasse zum Modehund – nicht immer zum Vorteil der Tiere. Heute zählt der Basset Hound weltweit zu den beliebtesten Begleithunden.
Fun Fact:
Der Basset Hound hat nach dem Bloodhound die zweitbeste Nase aller Hunderassen. Sein Geruchssinn ist so fein, dass er Fährten über weite Strecken verfolgen kann – was beim Spaziergang manchmal zur Geduldsprobe wird.
Basset Hound Charakter: Gemütlich, stur und unendlich liebenswert
Der Basset Hound ist ein wandelnder Widerspruch. Er sieht melancholisch aus, ist aber ein fröhlicher Hund. Er wirkt gemütlich, hat aber als Jagdhund erstaunliche Ausdauer. Und er scheint einfach nur zu dösen – registriert dabei aber alles, was um ihn herum passiert.
Was den Basset Hound ausmacht:
Basset Hounds sind gesellige Rudeltiere. Sie lieben ihre Menschen, kommen gut mit Kindern zurecht und vertragen sich in der Regel auch mit anderen Hunden und Haustieren. Fremde werden freundlich begrüßt – als Wachhund taugt der Basset nicht. Sein tiefes, kräftiges Bellen allerdings kann durchaus abschreckend wirken.
Gleichzeitig hat der Basset einen ausgeprägten Dickkopf. Wenn seine feine Nase eine spannende Fährte aufnimmt, schaltet er auf Durchzug. Befehle? Werden freundlich ignoriert. Das ist kein Ungehorsam – es liegt einfach in seiner Natur als Jagdhund. Die Erziehung erfordert deshalb viel Geduld und positive Verstärkung.
Gut zu wissen:
Der Basset Hound ist ein ausgesprochener Meutehund. Allein zu Hause fühlt er sich unwohl und zeigt das auch – durch Bellen, Zerstörung oder Rückzug. Wer den ganzen Tag außer Haus ist, sollte über einen Zweithund nachdenken.
Für wen ist der Basset Hound geeignet?
Der Basset Hound ist kein klassischer Anfängerhund – auch wenn sein gemütliches Auftreten das vermuten lässt. Sein Eigensinn verlangt nach Geduld und Konsequenz. Wer damit umgehen kann, bekommt einen treuen, unkomplizierten Begleiter.
Der Basset Hound passt zu dir, wenn du:
- Geduld bei der Erziehung mitbringst
- Einen entspannten, freundlichen Familienhund suchst
- Bereit bist, dich auf seinen Dickkopf einzulassen
- Regelmäßig, aber nicht übermäßig sportlich unterwegs bist
- Ihm Gesellschaft bieten kannst (kein langer Alleingang)
Basset Hound Ernährung: Warum dieses Thema besonders wichtig ist
Hier wird es ernst. Denn beim Basset Hound entscheidet die Ernährung nicht nur über glänzendes Fell, sondern über seine gesamte Lebensqualität. Der Grund: Bassets neigen stark zu Übergewicht. Und Übergewicht ist bei dieser Rasse nicht nur ein ästhetisches Problem – es belastet Wirbelsäule, Gelenke und verkürzt die Lebenserwartung.
Was du über die Ernährung des Basset Hound wissen musst:
Der Basset hat einen langsamen Stoffwechsel. Gleichzeitig ist er ein echter Gourmet – oder besser gesagt: ein Vielfraß. Er frisst alles, was er kriegen kann. Der Wurstzipfel auf dem Gehweg? Bevor du es merkst, ist er weg. Das macht eine kontrollierte Fütterung umso wichtiger.
Die Ernährung sollte proteinreich und möglichst getreidearm sein. Hochwertige tierische Eiweißquellen bilden die Basis. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell. Glucosamin und Chondroitin können die Gelenke entlasten – besonders wichtig bei einem Hund mit langem Rücken und kurzen Beinen.
Wichtig für Basset-Besitzer:innen:
- Tagesration auf zwei bis drei Mahlzeiten aufteilen (Vorbeugung Magendrehung)
- Portionsgrößen streng kontrollieren – Bassets überfressen sich
- Abends nicht mehr zu spät füttern (Verdauungsleistung nimmt ab)
- Leckerlis in die Tagesration einrechnen
- Kein Füttern vom Tisch
Warum frisch gekochtes Futter beim Basset Sinn macht
Beim Basset Hound zeigt sich besonders deutlich, warum die Qualität des Futters entscheidend ist. Sein empfindlicher Rücken, die Neigung zu Übergewicht und häufige Hautprobleme – all das hängt direkt mit der Ernährung zusammen.
Frisch gekochtes Hundefutter bietet dem Basset gleich mehrere Vorteile:
- Kontrollierte Kalorien: Die Portionsgröße wird individuell auf Gewicht und Aktivitätslevel berechnet. Kein Raten, kein Überfüttern.
- Hohe Akzeptanz: Bassets sind gute Esser – gekochtes Hundefutter wird besonders gerne gefressen, ohne dass man Geschmacksverstärker braucht.
- Bessere Verdaulichkeit: Schonend gekocht, bleiben Nährstoffe erhalten. Der Körper verwertet sie besser als bei stark verarbeiteten Produkten.
- Transparente Zutaten: Du weißt genau, was dein Basset frisst. Kein verstecktes Getreide, keine unnötigen Zusatzstoffe.
- Gelenkschutz: Hochwertiges Futter mit den richtigen Fettsäuren und Nährstoffen unterstützt die Gelenkgesundheit – essenziell für den Basset.
Basset Hound Gesundheit: Worauf du achten solltest
Der Basset Hound ist grundsätzlich ein robuster Hund. Viele seiner gesundheitlichen Herausforderungen hängen allerdings mit seinem besonderen Körperbau zusammen – langer Rücken, kurze Beine, schwere Ohren.
Typische Gesundheitsthemen beim Basset Hound:
- Rücken- und Bandscheibenprobleme: Der lange Rücken macht ihn anfällig für Bandscheibenvorfälle. Übergewicht verschärft das Problem massiv.
- Ohrinfektionen: Die langen, hängenden Ohren sind ein Paradies für Bakterien. Wöchentliche Reinigung ist Pflicht.
- Augenerkrankungen: Hängelider begünstigen Augeninfektionen und Glaukom. Regelmäßige Kontrolle empfohlen.
- Gelenkprobleme: Hüftdysplasie und Ellenbogenfehlstellungen kommen häufiger vor.
- Hautprobleme: Hautfalten können zu Infektionen führen, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden.
- Magendrehung: Durch den tiefen Brustkorb besteht ein erhöhtes Risiko. Mehrere kleine Mahlzeiten beugen vor.
Vorbeugung beginnt beim Futter:
Viele typische Basset-Beschwerden – Rückenprobleme durch Übergewicht, Hautinfektionen, Verdauungsprobleme – lassen sich durch hochwertige, portionskontrollierte Ernährung deutlich reduzieren.
Basset Hound Pflege: Ohren, Falten und Fell
Das kurze Fell des Basset Hound ist pflegeleicht – einmal pro Woche bürsten reicht. Beim Fellwechsel darf es etwas häufiger sein, aber im Vergleich zu langhaarigen Rassen hält sich der Aufwand in Grenzen.
Die eigentlichen Pflegeschwerpunkte liegen woanders:
- Ohren: Wöchentlich reinigen. Die langen, schweren Ohren bekommen wenig Luft – idealer Nährboden für Infektionen.
- Hautfalten: Regelmäßig säubern und trocken halten. Besonders die Falten am Hals und im Gesicht.
- Augen: Täglich mit einem feuchten Tuch sanft reinigen. Die hängenden Lider sammeln Schmutz.
- Krallen: Regelmäßig kürzen – Bassets nutzen sie durch gemächliches Tempo weniger ab.
- Zähne: Zahnpflege nicht vergessen, gerade bei Hunden mit Hang zum Snacken.
Basset Hound Erziehung und Bewegung: Langsam, aber konsequent
Die Erziehung eines Basset Hound erfordert vor allem eines: Humor. Denn dieser Hund wird dich regelmäßig testen. Nicht aus Böswilligkeit – er folgt einfach lieber seiner Nase als deinen Anweisungen.
Positive Verstärkung ist der Schlüssel. Lob und Leckerlis (in Maßen!) funktionieren besser als strenge Kommandos. Frühe Sozialisierung hilft, den geselligen Basset auch an verschiedene Alltagssituationen zu gewöhnen.
Bewegung – mehr als nur Couch-Potato:
Der Basset braucht täglich etwa 60 Minuten Bewegung, aufgeteilt auf zwei bis drei Runden. Keine Marathonläufe – aber regelmäßige, ruhige Spaziergänge in abwechslungsreicher Umgebung.
Besonders gut geeignet:
- Fährtenarbeit und Suchspiele (sein absoluter Favorit)
- Schnüffelspiele im Haus oder Garten
- Ruhige Spaziergänge in der Natur – in seinem Tempo
- Leichte Apportierübungen
Gut zu wissen:
Agility, Joggen oder intensive Sportarten sind für den Basset nicht geeignet. Sein Körperbau ist dafür nicht gemacht. Auch häufiges Treppensteigen sollte vermieden werden – das belastet den Rücken.
Basset Hound: Auf einen Blick – Passt er zu dir?
Für Anfänger geeignet |
⭐⭐ (mit Geduld möglich) |
Familientauglichkeit |
⭐⭐⭐⭐ (sehr familienfreundlich) |
Verträglichkeit mit anderen Hunden |
⭐⭐⭐⭐ (gesellig, Meutehund) |
Pflegeaufwand |
⭐⭐⭐ (Ohren & Falten brauchen Aufmerksamkeit) |
Bewegungsbedarf |
⭐⭐ (moderat, aber regelmäßig) |
Trainierbarkeit |
⭐⭐ (intelligent, aber stur) |
Ernährungssensibilität |
⭐⭐⭐⭐⭐ (sehr hoch – Übergewicht-Risiko!) |
Häufige Fragen zum Basset Hound (FAQ)
Ist der Basset Hound ein Anfängerhund?
Bedingt. Er ist freundlich und gutmütig, aber sein Eigensinn erfordert Geduld und Konsequenz. Mit der richtigen Einstellung ist er auch für engagierte Erstbesitzer:innen geeignet.
Wie viel Auslauf braucht ein Basset Hound?
Etwa 60 Minuten täglich, aufgeteilt auf zwei bis drei Runden. Keine intensiven Sportarten – dafür ruhige Spaziergänge und Nasenarbeit.
Versteht sich der Basset Hound mit anderen Hunden?
Ja, sehr gut sogar. Als Meutehund ist er gesellig und verträgt sich in der Regel problemlos mit anderen Vierbeinern und Haustieren.
Welches Futter ist am besten für den Basset Hound?
Hochwertiges, proteinreiches und getreidearm es Futter mit kontrollierter Portionsgröße. Frisch gekochtes Hundefutter ist ideal, weil es individuell berechnet wird und Überfüttern verhindert.
Wie alt wird ein Basset Hound?
Im Durchschnitt 10 bis 13 Jahre. Artgerechte Haltung und gesunde Ernährung können die Lebenserwartung positiv beeinflussen.
Sabbert der Basset Hound viel?
Ja. Die hängenden Lefzen sorgen dafür, dass der Basset ein gewisser Sabberer ist. Viele Besitzer:innen legen strategisch Handtücher bereit. Es gehört zum Basset-Leben dazu.
Fazit: Der Basset Hound – ein Hund mit Charme und Charakter
Der Basset Hound ist kein Hund, der blind gehorcht. Er ist ein Hund, der mit seiner eigenen Logik durchs Leben geht – meistens gemütlich, immer mit der Nase am Boden und dem Herzen bei seiner Familie.
Wer seinen Basset artgerecht hält, ihm genügend Gesellschaft bietet und vor allem auf eine hochwertige, portionskontrollierte Ernährung achtet, wird mit einem der treuesten und liebenswürdigsten Begleiter belohnt, die die Hundewelt zu bieten hat.
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