Weihnachten – die Zeit des Glanzes, der Gemütlichkeit und der besinnlichen Familienabende, steht vor der Tür. Es duftet nach Zimt, der Baum leuchtet und die Geschenke stapeln sich. Doch inmitten der ganzen festlichen Freude gibt es eine enorm wichtige Aufgabe für jeden Haustierbesitzer: die Gewährleistung eines absolut sicheren Weihnachtsfestes für unsere geliebten Vierbeiner.

Ein Weihnachten mit Hund bringt nämlich ganz eigene Herausforderungen mit sich. Was für uns Menschen wunderschön und feierlich aussieht, gleicht für unsere Hunde oft einem funkelnden, aber gefährlichen Abenteuerspielplatz.

In diesem informativen und ausführlichen Ratgeber konzentrieren wir uns darauf, wie du deinen vierbeinigen Liebling sicher und stressfrei durch die Feiertage bringst. Wir decken versteckte Gefahren auf und zeigen dir tolle Möglichkeiten, wie auch dein Hund die schönste Zeit des Jahres in vollen Zügen genießen kann!

Warum besondere Vorsicht beim Weihnachtsfest wichtig ist

Ein sicheres Weihnachten mit Hund ist unerlässlich, denn die Feiertage bergen oft unerwartete und versteckte Gefahren. Unsere Hunde erkunden die Welt mit ihrer Nase und ihrem Maul. Ein plötzlich im Wohnzimmer stehender Baum, glitzernde Bänder auf dem Boden oder der verführerische Duft des Festtagsbratens auf dem Tisch wecken unweigerlich den Entdeckerdrang.

Von riskanter Weihnachtsdekoration, die zu inneren Verletzungen führen kann, über den giftigen Weihnachtsstern bis hin zu lebensgefährlichen Festtagsleckereien – die Liste der Risiken ist im Dezember lang. Daher ist es so wichtig, dass wir uns als Halter vorab über die Gefahren informieren. Unser Ziel ist es, dir bei der Gestaltung eines harmonischen Festes zu helfen, bei dem am Ende niemand einen Notfall-Tierarzt aufsuchen muss.

Der Weihnachtsbaum: Ein funkelnder Abenteuerspielplatz

Der liebevoll geschmückte Tannenbaum ist das absolute Herzstück der festlichen Dekoration. Für deinen Hund ist er aber vor allem eines: Ein Baum, der plötzlich mitten in seinem Revier steht! Um die Sicherheit zu gewährleisten, musst du folgende Sicherheitsmaßnahmen zwingend beachten:

1. Standfestigkeit und Wasserständer

Sichere den Baum extrem gut ab! Ein schwerer, massiver Christbaumständer ist Pflicht. Wenn du einen großen, stürmischen Hund oder einen tollpatschigen Welpen hast, solltest du den Baum zusätzlich mit einer unauffälligen Schnur an der Wand oder Decke befestigen, um ein Umkippen zu verhindern.Achtung beim Baumwasser: Wenn der Baum in einem Ständer mit Wasser steht, decke dieses Wasser unbedingt ab. Das Wasser nimmt ätherische Öle und oft auch Harze oder Düngemittel aus dem Stamm auf und ist beim Trinken für Hunde giftig!

2. Vorsicht vor den Nadeln

Tägliches Staubsaugen oder Fegen der heruntergefallenen Nadeln ist wichtig. Die spitzen Tannennadeln können beim Verschlucken die feine Darmschleimhaut deines Hundes verletzen oder, da sie ätherische Öle enthalten, starke Magen-Darm-Probleme auslösen.

Bello's Tipp:

Um die Magen-Darm-Gesundheit deines Hundes dauerhaft und langfristig zu unterstützen, empfehlen wir die HelloBello Magen-Darm-Drops. Diese enthalten Probiotika und Präbiotika, welche die natürliche Darmregulierung fördern und gleichzeitig das Immunsystem stärken

3. Gefährlicher Baumschmuck (Lametta & Glas)

Verzichte bei einem Weihnachten mit Hund komplett auf gläserne Weihnachtskugeln! Ein fröhlicher Schwanzwedler reicht aus, um die Kugeln zu zerschmettern, was zu lebensgefährlichen Schnittverletzungen an den Pfoten führt.Auch das klassische Lametta (Tinsel) ist ein absolutes Tabu. Hunde fressen die glitzernden Fäden gerne, was im Magen zu einem hochgefährlichen, oft tödlichen Darmverschluss führt.Die sichere Alternative: Nutze stattdessen unzerbrechliche, größere Kugeln aus Holz, Stoff, Stroh oder mattem, dickem Kunststoff. Bringe empfindlichen Schmuck und Schokohänger immer nur in den obersten, für den Hund unerreichbaren Ästen an.

Vorsicht Giftig! Gefährliche Weihnachtsleckereien

Weihnachten ist ein Fest des Essens. Doch was für uns ein kulinarischer Traum ist, ist für unsere Hunde oft pures Gift. Wenn dein Hund nicht frisst, aber dafür extrem viel trinkt, lethargisch wird oder zittert, solltest du sofort hellhörig werden. Lies hier, warum dein Hund plötzlich viel trinkt.

Schokolade, Rosinen und Nüsse

Der bunte Weihnachtsteller auf dem Couchtisch ist eine riesige Gefahr. Schokolade enthält Theobromin, das für Hunde hochgiftig ist. Auch der leckere Christstollen ist durch die vielen Rosinen und Sultaninen extrem gefährlich (Gefahr des akuten Nierenversagens). Macadamianüsse und Spekulatiusgewürze (wie Muskatnuss) haben im Hundemagen ebenfalls absolut nichts zu suchen! 

Der Festtagsbraten und Knochenreste

Bitte gib deinem Hund keine Reste von der Weihnachtsgans oder der Ente! Gekochte oder gebratene Geflügelknochen werden porös, splittern extrem leicht und können Speiseröhre, Magen und Darm des Hundes lebensgefährlich durchbohren. Auch die fettige, stark gewürzte Soße führt sofort zu schmerzhaftem Durchfall oder einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Weihnachtsdekoration und Lichterzauber

Lichterketten und Kerzenschein gehören einfach dazu. Doch auch hier ist bei einem Weihnachten mit Hund etwas Umsicht gefragt:

  • Echte Kerzen: Offenes Feuer und ein wedelnder Hundeschwanz sind eine brandgefährliche Kombination. Es passiert unglaublich schnell, dass der Hund beim Vorbeigehen mit dem Fell eine Kerze auf dem Adventskranz streift. Weiche stattdessen lieber auf hochwertige, täuschend echte LED-Kerzen aus. Das minimiert das Brandrisiko auf null.

  • Lichterketten: Achte darauf, dass Lichterketten und vor allem die dazugehörigen Stromkabel am Boden gut versteckt oder abgeklebt sind, damit dein Hund – besonders Welpen im Zahnwechsel – sie nicht anknabbert und einen lebensgefährlichen Stromschlag erleidet.

  • Giftige Pflanzen: Der beliebte rote Weihnachtsstern (Poinsettie), Christrosen, Mistelzweige und Stechpalmen sind für Hunde giftig. Stelle sie außer Reichweite oder greife zu künstlichen Alternativen. 

Entspannte Feiertage: Stressmanagement für Hunde

Weihnachten bedeutet oft Ausnahmezustand. Die Familie rückt an, es wird laut, Möbel werden verschoben und der normale Alltag steht Kopf. Dieser Trubel kann für sensible Hunde enormen Feiertagsstress bedeuten.

Damit auch dein Hund eine schöne Zeit hat, ist es extrem wichtig, Stresssignale zu erkennen. Typische Anzeichen sind übermäßiges Hecheln, unruhiges Herumlaufen, ständiges Kratzen, häufiges Gähnen oder das komplette Zurückziehen unter Möbelstücke.

  • Rückzugsorte schaffen: Ein ruhiger Rückzugsort ist während der Feiertage unerlässlich! Dieser Ort sollte gemütlich, warm und sicher sein – idealerweise in einem weniger belebten Zimmer oder einer abgedeckten Hundebox. Hier darf der Hund von niemandem (auch nicht von Besucherkindern!) gestört werden.

  • Routinen bewahren: Versuche, den gewohnten Tagesablauf so gut es geht beizubehalten. Feste Gassi- und Fütterungszeiten geben deinem Hund in der chaotischen Zeit ein wichtiges Gefühl von Sicherheit.

Schöne gemeinsame Aktivitäten an den Feiertagen

Ein Weihnachten mit Hund bedeutet natürlich nicht nur, Gefahren abzuwehren. Es geht vor allem darum, das Wohlbefinden zu stärken und gemeinsam Freude zu haben!

Nutze die freien Tage für ausgedehnte Weihnachtsspaziergänge durch den winterlichen Wald oder die festlich beleuchteten Gassen. Das baut nicht nur Stress ab, sondern verbrennt auch die Kalorien vom üppigen Weihnachtsessen. Plant spezielle Weihnachtsspiele im Freien, wie zum Beispiel die Suche nach Leckereien im Schnee oder im Laub.

Auch zu Hause könnt ihr tolle Traditionen schaffen: Wie wäre es mit gemeinsamem Plätzchenbacken, bei dem du spezielle, hundegerechte Hunde-Kekse (z. B. aus Haferflocken, Leberwurst und Karotte) in Knochenform ausstichst? Danach könnt ihr euch gemeinsam für einen kuscheligen Weihnachtsfilm auf dem Sofa einkuscheln.

Unser HelloBello Fazit: Frohe und sichere Weihnachten!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein fröhliches und entspanntes Weihnachten mit Hund überhaupt kein Hexenwerk ist. Es erfordert lediglich ein wenig vorausschauende Planung. Achte auf eine hundefreundliche, bruchsichere Dekoration, schaffe einen gesicherten Bereich um den Tannenbaum und halte Schokolade und Festtagsbraten konsequent vom Hundenapf fern.

Beziehe deinen Hund mit tollen Spaziergängen und eigenen, kleinen Geschenken liebevoll in die Feierlichkeiten ein, ohne ihn durch zu viel Trubel zu überfordern. Wenn du ihm dann noch seinen sicheren Rückzugsort garantierst, steht einem wundervollen, gemeinsamen Fest nichts mehr im Wege.

Das gesamte Team von HelloBello wünscht dir, deiner Familie und natürlich deinem vierbeinigen besten Freund ein wunderschönes, entspanntes und vor allem sicheres Weihnachtsfest!

Anita Lorber mit Hund Rosi

Anita Lorber

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