Durchfall beim Hund kommt gefühlt immer „zur falschen Zeit“ – und sorgt schnell für Sorgen. Erstmal wichtig: In vielen Fällen ist Durchfall vorübergehend (z. B. durch Stress, einen ungewohnten Snack oder einen kleinen Infekt). Gleichzeitig kann er aber auch ein Hinweis darauf sein, dass der Darm gerade überfordert ist oder etwas Ernsthafteres dahintersteckt.

In diesem Artikel zeige ich dir, was du bei akutem Durchfall sofort tun kannst, wann du unbedingt zum Tierarzt solltest und welches Futter den Darm in dieser Phase am besten entlastet.

Häufige Ursachen – und warum der Darm so sensibel reagiert

Durchfall ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Der Darm versucht damit, etwas schnell wieder loszuwerden oder zeigt, dass er gerade überfordert ist. Das kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Häufig sind es harmlose Auslöser wie Stress, eine zu schnelle Futterumstellung oder ein „kleiner Ausrutscher“ beim Spaziergang, wenn doch etwas vom Boden erwischt wurde. Auch zu viele Leckerlis oder besonders fettige Snacks können den Darm durcheinanderbringen – vor allem bei sensiblen Hunden.

Daneben gibt es Ursachen, die man ernster nehmen sollte. Infektionen durch Viren oder Bakterien, Parasiten wie Giardien oder Würmer und Unverträglichkeiten auf bestimmte Zutaten kommen relativ häufig vor. Gerade wenn Durchfall wiederkehrt oder über mehrere Tage anhält, lohnt es sich, genauer hinzusehen – nicht aus Panik, sondern weil man dann meist schneller die passende Lösung findet.

Wann ist Durchfall beim Hund ein Warnsignal?

Ein einmalig weicher Kot oder ein kurzer Durchfall kann sich bei einem ansonsten fitten Hund innerhalb von 24 Stunden wieder normalisieren. Du solltest aber nicht abwarten, wenn zusätzlich bestimmte Warnzeichen auftreten. Dazu zählen vor allem Blut im Kot, sehr dunkler oder teeriger Kot, starkes oder wiederholtes Erbrechen oder wenn dein Hund auffällig schlapp wirkt, Fieber hat oder Schmerzen zeigt. Auch wenn dein Hund kein Wasser bei sich behalten kann oder Anzeichen von Austrocknung zeigt – zum Beispiel trockene Schleimhäute oder sehr zähen Speichel – ist ein Tierarztbesuch wichtig.

Bei Welpen, sehr kleinen Hunden und Senioren gilt generell: lieber früher reagieren. Sie verlieren schneller Flüssigkeit und können dadurch rascher in einen kritischen Zustand kommen. Wenn du unsicher bist, ist es immer okay, einmal kurz tierärztlich abzuklären – das ist kein „Übertreiben“, sondern verantwortungsvolle Vorsorge.

Bello's Tipp:

Wenn du dir unsicher bist, ob der Kot deines Hundes noch „im Rahmen“ ist oder ob du besser handeln solltest, hilft oft schon ein kurzer Blick auf Farbe, Konsistenz und Häufigkeit. Genau dafür haben wir einen einfachen Kot-Guide erstellt – damit du schneller einschätzen kannst, was normal ist und wann ein Tierarzt-Check sinnvoll ist.

Erste Hilfe zu Hause: Das kannst du sofort tun

Wenn dein Hund keine Alarmzeichen zeigt und ansonsten munter ist, kannst du den Darm zu Hause oft gut unterstützen. Das wichtigste Ziel ist jetzt: Ruhe reinbringen und den Verdauungstrakt entlasten. Stress wirkt sich bei vielen Hunden direkt auf den Darm aus – deshalb hilft ein ruhiger Tag mit entspannten Spaziergängen oft mehr, als man denkt.

Gleichzeitig ist Flüssigkeit jetzt besonders wichtig, denn Durchfall entzieht dem Körper Wasser. Achte darauf, dass dein Hund jederzeit frisches Wasser zur Verfügung hat. Trinkt er ungewöhnlich wenig, kann es helfen, ihm lauwarmes Wasser anzubieten oder das Futter leicht zu befeuchten, sofern er frisst. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund deutlich dehydriert ist, bitte nicht zögern und tierärztlich abklären lassen.

Malteser liegt am Teppich

Was füttern bei Durchfall? Schonkost, aber richtig

In der akuten Phase verträgt der Darm meist am besten, was schlicht und leicht verdaulich ist. Schonkost ist keine Dauerlösung, sondern eine kurze „Entlastungsphase“, bis sich der Bauch wieder stabilisiert. Bewährt hat sich beispielsweise mageres, gut gegartes Huhn mit Reis oder Kartoffel. Wichtig ist, dass das Futter nicht zu fettig ist und möglichst wenige Zutaten enthält – je einfacher, desto besser kann der Darm zur Ruhe kommen.

Viele Hunde profitieren in solchen Phasen auch von Mahlzeiten, die grundsätzlich schonend zubereitet und klar zusammengesetzt sind. Entscheidend ist weniger der Trend, sondern die Verträglichkeit: leicht verdauliches Protein, milde Kohlenhydrate, keine unnötigen Zusätze, und insgesamt eine Rezeptur, die den Darm nicht zusätzlich reizt.

HelloBello Frischfutter

Welches Futter hilft bei Durchfall langfristig?

Wenn dein Hund nicht nur einmal, sondern immer wieder mit Durchfall reagiert, lohnt es sich, über das „akute Schonkost-Thema“ hinauszuschauen. Dann geht es darum, dem Darm langfristig Stabilität zu geben. Viele Hunde profitieren von einer Fütterung, die konstant bleibt, klar nachvollziehbar zusammengesetzt ist und nicht ständig neue Zutaten „on top“ bekommt.

In der Praxis heißt das: Ein Futter, das gut verträglich ist, eher moderat im Fettgehalt, und dessen Zutatenliste du wirklich verstehst. Das macht es auch leichter herauszufinden, ob dein Hund etwas nicht verträgt. Gerade bei sensiblen Hunden kann es außerdem helfen, nicht dauernd die Sorte zu wechseln, sondern dem Darm eine verlässliche Routine zu geben.

Wo HelloBello in so einer Phase sinnvoll sein kann

Wenn du nach einer Option suchst, die den Darm möglichst wenig stresst, kann Frischfutter eine praktische Lösung sein – vor allem, weil es oft sehr transparent zusammengesetzt ist und viele Hunde es gut verwerten. Bei HelloBello sind die Mahlzeiten so gedacht, dass sie leicht portionierbar sind und du genau weißt, was im Napf landet. Je nach Rezeptur können milde Zutaten wie gut verträgliche Proteine und sanfte Kohlenhydrate dabei helfen, den Verdauungstrakt nicht zusätzlich zu belasten.

Wichtig ist aber: Auch wenn du ein Futter findest, das „eigentlich perfekt“ klingt – bitte nicht von heute auf morgen umstellen. Ein gereizter Darm reagiert auf schnelle Veränderungen oft noch empfindlicher. 

Hund frisst HelloBello Frischfutter

So kannst du Durchfall in Zukunft besser vorbeugen

Wenn Durchfall bei deinem Hund öfter vorkommt, lohnt es sich, die häufigsten Trigger konsequent zu reduzieren. Viele Hunde profitieren enorm von einer stabilen Routine: feste Fütterungszeiten, möglichst konstantes Futter und nicht täglich neue Snacks oder Kauartikel, die den Darm immer wieder „testen“. Auch Stress ist ein unterschätzter Faktor – gerade sensible Hunde reagieren auf Veränderungen im Alltag schneller mit Bauchthemen.

Wenn Durchfall regelmäßig wiederkommt, ist außerdem ein Parasitencheck sinnvoll, weil Giardien und Co. öfter dahinterstecken, als man denkt. Und wenn du den Verdacht hast, dass bestimmte Zutaten Auslöser sein könnten, ist eine klare, konstante Fütterung oft der beste Weg, um Muster zu erkennen – statt ständig zu wechseln und dadurch alles zu überlagern.

Hund rennt

Fazit: Ruhe, klare Schritte – und der Darm kann sich meist gut erholen

Durchfall beim Hund ist unangenehm, aber in vielen Fällen gut in den Griff zu bekommen. Wenn du auf Warnzeichen achtest, deinem Hund genügend Flüssigkeit anbietest und den Darm mit leicht verdaulichem Futter entlastest, beruhigt sich die Verdauung häufig schnell. Sollte der Durchfall länger anhalten, sehr heftig sein oder mit weiteren Symptomen einhergehen, ist der Tierarzt die richtige Anlaufstelle.

Und wenn du wegen der Beschwerden das Futter wechseln möchtest: Mach es langsam. Der Darm liebt Geduld – und dein Hund wird es dir danken.