Futterumstellung beim Hund: So gelingt der Futterwechsel
Eine Futterumstellung klingt im ersten Moment simpel: Neues Futter kaufen, in den Napf, fertig. In der Praxis reagieren viele Hunde aber sensibler, als man denkt – vor allem, wenn sich nicht nur die Marke, sondern auch Zutaten, Proteinquelle, Fettgehalt oder die Art der Mahlzeit (z. B. von Trockenfutter auf Frischfutter) verändert. Genau deshalb lohnt es sich, die Umstellung bewusst und Schritt für Schritt zu machen. So gibst du dem Verdauungssystem deines Hundes Zeit, sich anzupassen, und minimierst das Risiko für Durchfall, Blähungen oder Erbrechen.
Inhaltsverzeichnis
Warum eine Futterumstellung für deinen Hund sinnvoll sein kann
Es gibt viele Gründe, warum Hundehalter*innen das Futter wechseln. Manchmal ist es eine bewusste Entscheidung für mehr Qualität oder eine andere Fütterungsform, manchmal passiert es aus gesundheitlichen Gründen. Viele Hunde profitieren beispielsweise davon, wenn sie im Laufe ihres Lebens eine Rezeptur bekommen, die besser zu ihrem aktuellen Alltag passt – etwa, weil sie weniger aktiv sind, zugenommen haben oder gerade in eine empfindliche Phase rutschen.
Auch Unverträglichkeiten oder Allergien sind ein häufiger Auslöser. Typische Hinweise können wiederkehrender weicher Kot, Bauchgrummeln, Blähungen, Juckreiz oder Ohrenprobleme sein. Nicht jedes Symptom bedeutet gleich „Allergie“, aber wenn du immer wieder ähnliche Beschwerden beobachtest, kann ein gut geplanter Futterwechsel sinnvoll sein. Und auch bei Welpen oder Senioren ändern sich die Bedürfnisse: Welpen brauchen eine andere Nährstoffzusammensetzung als erwachsene Hunde, und ältere Hunde profitieren oft von leichter verdaulichen Mahlzeiten.
Ganz wichtig: Wenn dein Hund eine chronische Erkrankung hat oder du eine tierärztliche Diät umsetzen sollst, dann sollte die Umstellung immer in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Der wichtigste Grundsatz: langsam umstellen
Der Darm deines Hundes ist ein Gewohnheitstier. Er ist auf bestimmte Zutaten und Mengen eingestellt, und die Mikroorganismen im Darm brauchen Zeit, um sich an neue Nährstoffe anzupassen. Wenn du zu schnell umstellst, kann es passieren, dass der Körper die neue Zusammensetzung noch nicht gut verarbeiten kann. Das zeigt sich dann häufig in weichem Kot oder Durchfall, manchmal auch in Erbrechen oder deutlich mehr Blähungen als sonst.
Deshalb gilt als Faustregel: Je größer der Unterschied zwischen altem und neuem Futter, desto wichtiger ist eine sanfte Umstellung. Ein Wechsel von einer Sorte Trockenfutter zur nächsten ist oft einfacher als der Sprung von Trockenfutter auf Frischfutter – aber auch hier lohnt sich die schrittweise Vorgehensweise.
Der 7–10-Tage-Plan: So mischst du altes und neues Futter richtig
Für die meisten Hunde hat sich ein Umstellungszeitraum von sieben bis zehn Tagen bewährt. Dabei mischst du das neue Futter nach und nach unter das bisherige, damit sich der Körper langsam an die neue Zusammensetzung gewöhnen kann.
An den ersten zwei Tagen startest du mit einem kleinen Anteil – ungefähr ein Viertel neu und drei Viertel alt. Wenn das gut klappt, erhöhst du in den nächsten Tagen auf ein halb-halb Verhältnis. Danach gehst du auf drei Viertel neu und ein Viertel alt und stellst erst dann vollständig auf das neue Futter um.
Wenn dein Hund sehr sensibel ist, schon öfter mit Durchfall reagiert hat oder du weißt, dass sein Magen schnell „kippt“, kannst du dir ruhig mehr Zeit nehmen. Zehn bis vierzehn Tage sind dann oft die entspanntere Wahl – und am Ende auch die, die dir Nerven spart.

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Woran du erkennst, ob dein Hund die Umstellung gut verträgt
Während der Umstellung lohnt es sich, kurz genauer hinzuschauen als sonst. Das Wichtigste ist tatsächlich der Output: Kotkonsistenz, Häufigkeit und ob dein Hund sich nach dem Fressen wohlfühlt. Ein leicht weicherer Kot kann in den ersten Tagen vorkommen, vor allem wenn sich der Ballaststoffanteil oder die Feuchtigkeit im Futter verändert. Entscheidend ist, ob sich das schnell wieder einpendelt und ob dein Hund ansonsten fit wirkt.
Wenn du bemerkst, dass der Kot deutlich wässrig wird, dein Hund öfter erbricht, sehr matt wirkt oder Blut im Kot zu sehen ist, solltest du nicht weiter erhöhen, sondern sofort reagieren. In solchen Fällen ist es sinnvoll, das Mischverhältnis wieder einen Schritt zurückzunehmen oder zunächst ein paar Tage auf dem aktuellen Verhältnis zu bleiben. Und wenn es nicht rasch besser wird, ist ein Check beim Tierarzt die sichere Variante.
Was tun, wenn dein Hund Durchfall oder Blähungen bekommt?
Wenn dein Hund bei der Umstellung mit Durchfall reagiert, bedeutet das nicht automatisch, dass das neue Futter „schlecht“ ist – oft ist es einfach zu schnell gegangen. In vielen Fällen hilft es, das Tempo zu reduzieren. Bleib dann lieber zwei bis drei Tage länger bei dem Verhältnis, das gerade noch gut funktioniert hat, bevor du weiter erhöhst. Manchmal ist auch ein Schritt zurück sinnvoll: Wenn du bei 50/50 warst und es kippt, geh wieder auf 25% neu und beobachte.
Wichtig ist in dieser Phase auch, möglichst wenig zusätzlich zu „experimentieren“. Viele Snacks, Kauartikel oder Tischreste können die Verdauung zusätzlich stressen und machen es dir schwer, die Ursache zu erkennen. Je einfacher du es hältst, desto klarer siehst du, ob die Umstellung grundsätzlich funktioniert.
Was, wenn mein Hund das neue Futter nicht frisst?
Auch das kommt vor – und ist meist weniger dramatisch, als es sich anfühlt. Manche Hunde brauchen Zeit, um sich an Geruch oder Konsistenz zu gewöhnen, besonders wenn du von Trockenfutter auf frische Mahlzeiten umstellst. Oft hilft es, das Futter leicht anzuwärmen oder mit etwas warmem Wasser zu vermischen, damit das Aroma intensiver wird. Bei Frischfutter kann schon das sanfte Anwärmen im Wasserbad oder ein kurzer Moment bei Raumtemperatur (nicht eiskalt aus dem Kühlschrank) einen Unterschied machen.
Hilfreich ist außerdem eine klare Routine: Napf hinstellen, 15–20 Minuten Zeit geben, dann wieder wegstellen. Das klingt streng, ist aber für viele Hunde ein hilfreiches Signal und verhindert, dass über Stunden „genascht“ wird. Wenn dein Hund grundsätzlich gut drauf ist und nur mäkelig wirkt, ist ein bisschen Geduld meistens der beste Hebel.
Wenn dein Hund allerdings komplett verweigert, gleichzeitig matt wirkt oder du den Eindruck hast, dass ihm übel ist, sollte das tierärztlich abgeklärt werden.
Besonderheiten bei Welpen, Senioren und sensiblen Hunden
Welpen haben oft einen empfindlicheren Magen-Darm-Trakt und reagieren schneller auf Veränderungen. Hier lohnt es sich fast immer, die Umstellung etwas länger zu planen, also eher zehn bis vierzehn Tage. Gleiches gilt für Hunde, die in der Vergangenheit öfter mit Durchfall reagiert haben oder generell einen sensiblen Magen haben. Für diese Hunde gilt: Je ruhiger der Übergang, desto besser.
Bei Senioren ist neben der Verträglichkeit auch die Energie- und Nährstoffversorgung entscheidend. Ältere Hunde brauchen nicht automatisch weniger Futter, aber häufig eine andere Zusammensetzung, die leichter verdaulich ist und besser zu ihrem Stoffwechsel passt. Auch hier ist eine langsame Umstellung der sichere Weg.
Ein wichtiger Hinweis zu selbst gekochtem Futter
Viele Hundehalterinnen möchten selbst kochen – aus Liebe und weil man gerne Kontrolle über Zutaten hat. Das Problem ist nur: Eine bedarfsdeckende Ration ist komplexer, als es auf den ersten Blick wirkt. Es geht nicht nur um „Fleisch und Gemüse“, sondern auch um Mineralstoffe, Vitamine und das richtige Verhältnis der Nährstoffe. Wenn du selbst kochen willst, ist es deshalb sinnvoll, dir einen Plan von Tierärztinnen oder einer qualifizierten Ernährungsberatung erstellen zu lassen. So stellst du sicher, dass dein Hund langfristig wirklich optimal versorgt ist.
Wenn du dir diesen Aufwand sparen willst, aber trotzdem Wert auf frische Zutaten legst, kann Frischfutter wie HelloBello eine praktische Alternative sein: Unsere Mahlzeiten sind fertig portioniert, schonend zubereitet und so zusammengestellt, dass dein Hund alle wichtigen Nährstoffe bekommt – ohne dass du selbst rechnen oder supplementieren musst.
Fazit: So gelingt die Futterumstellung beim Hund am besten
Eine Futterumstellung ist kein Sprint, sondern eher ein kleiner, gut geplanter Spaziergang. Wenn du langsam umstellst, dein Mischverhältnis Schritt für Schritt erhöhst und deinen Hund in dieser Zeit ein bisschen genauer beobachtest, klappt der Wechsel in den meisten Fällen völlig problemlos. Und selbst wenn es mal zu weichem Kot oder Blähungen kommt, kannst du oft schon mit einer einfachen Anpassung des Tempos wieder Ruhe reinbringen.
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